YouTube hat die erste große Änderung an den Zugangsschwellen des Partnerprogramms seit 2018 bestätigt. Ab dem 1. Februar 2027 benötigen neue Creator 1.000 Abonnenten und zusätzlich entweder 8.000 qualifizierte Watch Hours in 365 Tagen oder 20 Millionen qualifizierte Shorts-Aufrufe in 90 Tagen, um an Werbe- und YouTube-Premium-Umsätzen beteiligt zu werden.[1, 2]
Die vielfach geteilte Zahl von 8.000 Stunden stimmt, beschreibt aber nur einen Teil des Updates. Bestehende YPP-Mitglieder behalten ihren Status und die frühere Stufe für Fan-Finanzierung bleibt bestehen.
Die 8.000-Stunden-Regel verändert den Zugang zu Werbe- und Premium-Umsätzen. Andere YouTube-Monetarisierungsschwellen bleiben teilweise unverändert.
Vorher und nachher
YouTube-Monetarisierungsanforderungen 2027
Das sind die bestätigten Schwellen für Werbe- und Premium-Umsatzbeteiligung im Vergleich zu den Regeln vor dem 1. Februar 2027.
| Anforderung | Bis 31. Januar 2027 | Ab 1. Februar 2027 |
|---|---|---|
| Longform-Weg zu Werbung und PremiumFür neue Bewerber um die vollständige Umsatzbeteiligung | 1.000 Abonnenten plus 4.000 qualifizierte Watch Hours in 12 Monaten | 1.000 Abonnenten plus 8.000 qualifizierte Watch Hours in 365 Tagen |
| Shorts-Weg zu Werbung und PremiumAlternativer Zugangsweg für neue Bewerber | 1.000 Abonnenten plus 10 Mio. qualifizierte Shorts-Aufrufe in 90 Tagen | 1.000 Abonnenten plus 20 Mio. qualifizierte Shorts-Aufrufe in 90 Tagen |
| Früherer Zugang zur Fan-FinanzierungBetrifft unter anderem Mitgliedschaften, Supers und ausgewählte Shopping-Funktionen | 500 Abonnenten, 3 Uploads, plus 3.000 Stunden oder 3 Mio. Shorts-Aufrufe | In berechtigten Ländern und Regionen unverändert |
| Creator, die bereits im YPP sindDie neue Zugangsschwelle wird nicht rückwirkend angewendet | Der YPP-Status bleibt nach den geltenden Regeln aktiv | Keine neue 8.000-Stunden-Zugangsprüfung, aktualisierte Bedingungen und Aktivitätsregeln gelten trotzdem |
Das vollständige Update
Was YouTube am 1. Februar 2027 ändert
Shorts-Einnahmen erhalten eine monatliche Leistungsschwelle
Ab demselben Datum braucht ein Creator 10 Millionen qualifizierte Shorts-Aufrufe in den jeweils letzten 90 Tagen, um monatlich aus dem Shorts Creator Pool zu verdienen. Fällt ein Kanal darunter, pausieren die Pool-Einnahmen aus Shorts, während der Kanal im YPP bleibt und berechtigte Longform-Einnahmen weiterlaufen. Nach erneutem Überschreiten der Schwelle setzt die Beteiligung automatisch wieder ein.[1, 2]
20 Millionen Aufrufe sind die Zugangsschwelle. Für laufende Shorts-Pool-Einnahmen gelten 10 Millionen Aufrufe in 90 Tagen.
YouTube definiert aktive YPP-Kanäle genauer
Ein Kanal gilt als aktiv, wenn er 1.000 qualifizierte Watch Hours in 365 Tagen, 1 Million qualifizierte Shorts-Aufrufe in 90 Tagen oder alle 90 Tage 2 Longform-Videos beziehungsweise 5 Shorts veröffentlicht. Kanäle unterhalb der Aktivitätsregeln erhalten ein erweitertes 90-Tage-Fenster, um ihren aktiven Status wiederherzustellen.[2]
Kleine aktive Kanäle können ihre fortlaufende Beteiligung auf mehreren Wegen belegen.
Bestehende Partner müssen aktualisierte Bedingungen prüfen
Creator sollten die relevanten aktualisierten Monetarisierungsmodule bis zum 31. Januar 2027 in YouTube Studio prüfen und annehmen. Wer die Frist verpasst, verdient ab dem 1. Februar vorübergehend nichts mehr mit den betroffenen Funktionen, behält aber den YPP-Status. Ältere Vereinbarungen zur Fan-Finanzierung wechseln ohne Änderung an Berechtigung oder Umsatzanteil in das aktuelle Commerce Product Module.[2]
Für bestehende Partner ist der 31. Januar 2027 die praktische Frist in YouTube Studio.
Premium Lite wird ausgeweitet und erhält einen eigenen Umsatzpool
YouTube will Premium Lite in allen Ländern anbieten, in denen YouTube Premium verfügbar ist. Der Creator Pool umfasst 60 % der Nettoerlöse aus Premium Lite, während der Premium Pool 30 % der Nettoerlöse aus Premium-Abos umfasst. Die Verteilung richtet sich nach Wiedergabezeit und Aufrufen der Mitglieder. Anschließend erhalten Creator 55 % für Longform-Videos und 45 % für Shorts.[1, 2]
Das Update erweitert die Abo-Einnahmequelle und erhöht zugleich die YPP-Zugangshürde.
Was zählt
Was sind qualifizierte YouTube Watch Hours?
YouTube zählt Wiedergabezeit aus öffentlichen Longform-Videos. Stunden aus privaten, nicht gelisteten oder gelöschten Videos, Werbekampagnen, Shorts im Shorts Feed sowie nicht gelisteten oder gelöschten Livestreams zählen nicht für die Longform-Schwelle. Der Tab Einnahmen in YouTube Studio zeigt die qualifizierte Summe, die für das YPP gilt.[3]
Folgen für kleinere Kanäle
Was die 8.000-Stunden-Regel praktisch bedeutet
Die höhere Schwelle verlängert für viele kleine Kanäle die Phase vor vollständigen Werbeeinnahmen. Zwei Gewohnheiten machen diese Phase leichter planbar.
- 1
Behandle 8.000 Stunden als rollendes Ziel
Das 365-Tage-Fenster verschiebt sich täglich. Plane ein wiederholbares Longform-Format und beobachte die qualifizierte Zahl im Einnahmen-Tab, besonders wenn ältere erfolgreiche Videos bald aus dem Fenster fallen.
- 2
Baue mehrere Einnahmewege auf
Werbung, Mitgliedschaften, Sponsoren, Affiliate-Einnahmen und projektbezogener Support lösen unterschiedliche finanzielle Aufgaben. Eine überschaubare Mischung senkt den Druck, jede Produktionsentscheidung vom YPP-Zeitpunkt abhängig zu machen.
Für eine grobe Planung kannst du Longform-Szenarien mit dem YouTube-Einnahmen-Rechner und Shorts-Szenarien mit dem YouTube-Shorts-Einnahmen-Rechner vergleichen.
Video für Video planen
Gib jeder anspruchsvollen Idee ein eigenes Finanzierungssignal
Wenn ein geplantes Video ein spürbares Budget benötigt, zeigt projektbezogener Support vor den Ausgaben, wie stark das Interesse des Publikums wirklich ist.
Veröffentliche künftige Videoideen, teile sie mit deinem Publikum und sieh vor Produktionsbeginn echten Support.
An eine konkrete Idee gebunden
Support gehört zu dem Video, das ein Fan sehen möchte.
Vor der Produktion hilfreich
Finanzielles Interesse wird sichtbar, solange sich Kosten noch planen lassen.
Die Kontrolle bleibt beim Creator
Das Signal informiert die Entscheidung und der Creator wählt, was entsteht.
Fragen zu den neuen YouTube-Monetarisierungsregeln
Quellen und Methodik
Dieser Artikel wurde am Tag der YouTube-Ankündigung veröffentlicht und basiert auf offiziellen Primärquellen. YouTube kann Programmdetails aktualisieren. Creator sollten deshalb zusätzlich den Einnahmen-Tab in YouTube Studio prüfen.
- [1]YouTube Blog: Neue Verdienstmöglichkeiten und Änderungen am YouTube-PartnerprogrammOffizielle Primärquelle
- [2]YouTube-Hilfe: Änderungen am YouTube-PartnerprogrammOffizielle Primärquelle
- [3]YouTube-Hilfe: Übersicht und Voraussetzungen des PartnerprogrammsOffizielle Primärquelle
- [4]YouTube-Hilfe: Übersicht über das erweiterte YouTube-PartnerprogrammOffizielle Primärquelle